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Coaching zur erfolgreichen Neupositionierung
"Vom
Meister zum Teamleiter - meistern von Hürdenläufen"
Einblick in die Coaching-Werkstatt.
- von Gerhard Bartsch-Backes
Spots auf eine Teamleiter-Karriere aus der Perspektive eines Coaches und
Supervisors.
Der Alltag auf dem Weg vom Meister zum Teamleiter einer internen Werkstatt
für Spezialmaschinenbau änderte sich allmählich. Alles fing an mit der
Aufforderung des Vorgesetzten, sich um die administrativen Dinge in der
Werkstatt zu kümmern, Auftragsklärung mit den Kunden kommt als Aufgabe dazu.
In der Rolle des stellvertretenden Teamleiters stellen diese Aufgaben etwas
neues dar, was Neues zu tun ist interessant. Unter dem Druck von
Kosteneinsparungen, der Zusammenlegung zweier Teams zu einem Team, dem
verordneten Abbau von 25 % des Personals, Akquise von Aufträgen bei externen
Kunden kommt zu den Fach- und Verwaltungsaufgaben die Leitungsfunktion mit
unternehmerischer und vor allem mit Personalverantwortung, nachdem der
Vorgesetzte in den vorzeitigen Ruhestand geht und dem bisher
stellvertretenden Teamleiter die Position des Teamleiters angeboten wird.
Jetzt steht der Teamleiter plötzlich vor einer grundlegenden beruflichen
Neu-orientierung und Weichenstellung. Wenn er Führungsaufgaben grundsätzlich
übernehmen will, ist er jetzt gut beraten, sich einigen Fragen zu stellen
und Antworten zu geben.
. Wie geht es mit der Karriere weiter?
. Fachkraft oder Führungskraft?
. Ist dies der passende Zeitpunkt?
. Was sind die Konsequenzen für die eigene Rolle?
. Was sind die Schwerpunkte der Führungsrolle?
. Will er gerne Personalführungs-verantwortung übernehmen?
. Welche Aufgaben wurden bisher erfolgreich, sehr gerne und leicht
absolviert?
. Welche Erfolgsmaßstäbe gelten ab jetzt?
. Was sind die negativen Konsequenzen, wenn sich Schwächen zeigen?
Der Sinn von Coaching in dieser Übergangssituation besteht darin, mehr
Sicherheit in der persönlichen Entscheidungsfindung und beruflichen
Zukunftsplanung zu gewinnen; Coaching hilft die vorhandenen Kompetenzen und
Erfahrungen mit dem Sollkompetenzprofil abzugleichen und dem bisherigen
beruflichen Leitbild des Teamleiters gegenüberzustellen. Coaching fördert
die persönliche Entwicklung, hilft die eigenen Ressourcen und Stärken zu
entdecken und macht aufmerksam auf die notwendigen neuen Sichtweisen als
Teamleiter und Führungskraft.
Des weiteren hat die Übernahme der neuen Position nicht nur Auswirkungen für
den Teamleiter, sondern auch für den Vorgesetzten und die Mitarbeiter. Die
wechselseitigen Abhängigkeiten sind in der Regel stärker ausgeprägt als bei
einer Fachfunktion oder Stellvertreterfunktion. Wenn die beteiligten Akteure
die Frage des Wollens, des Könnens und des richtigen Handelns in der Manier
des Schnellschusses entscheiden nach dem Motto: "Freigewordene Stelle, Sie
sind ja bereits Stellvertreter, dann machen Sie das bitte weiter", können
alle beteiligten Leitungskräfte schnell in die Kritik geraten.
Ein Coaching fördert in dieser Situation die Bereitschaft, sich vom
Vorgesetzten ein deutliches Feedback einzuholen und mit ihm über seine
Einschätzung der Erwartungen, Chancen, Risiken und Handlungsmöglichkeiten
auszutauschen und auf dieser Grundlage die klare Entscheidung für die
Übernahme von Führungsverantwortung zu treffen. Coaching kann auch dazu
ermutigen, einen internen Mentor für die eigene Entwicklung zu gewinnen.
Für den Teamleiter enthält die Beförderung eine besondere Konstellation, er
wird aus dem eigenen Team heraus vom gleichberechtigten Kollegen zum
Vorgesetzten. In der Stellvertreterfunktion konnte er nach eigenen Worten
"die Kollegen so lassen wie sie sind", mit der neuen Teamleiterfunktion ist
eine Veränderung der hierarchischen Einordnung verbunden: jetzt führt er
ehemalige Kollegen und übt Weisungs- und Disziplinarfunktionen aus. Er hat
Verantwortung für optimale Abläufe und Prozesse genauso wie für die
Einhaltung von Zeit- und Qualitätszielen und marktgerechte Preise und muss
die ehemaligen Kollegen dafür gewinnen.
Im Coaching wurde eine Strategie entwickelt, wie er den neuen Auftrag mit
einer erweiterten Verantwortung erfüllen konnte, und den Mitarbeitern seine
neue Perspektive auf Problemstellungen und Entscheidungen deutlich machen
konnte: Strategische Vorgaben, Budgets, Restriktionen und Kapazitäten muss
er anders im Blick behalten als vorher.
Die wirkliche Herausforderung, die viel Fingerspitzengefühl, hohen Kraft-
und Energieeinsatz fordert ist der Aufbau eines Arbeitsteams, im
vorliegenden Beispiel die Zusammenführung aus zwei bisher unabhängig
voneinander agierenden Teams. Zwischen den beiden Teams eine ausgeprägte
Rivalität an der Tagesordnung, für die Mitarbeiter ist es nicht einfach, die
neuen Realitäten zu akzeptieren.
Um dem Gesamtteam einen klaren Rahmen und Orientierung für das
Zusammenwachsen zu geben, wurde im Coaching eine Strategie entwickelt
bestehend aus Teamentwicklung mit einem externen Moderator, Einzelgesprächen
und einer partiellen Unterstützung durch den Vorgesetzten.
Schwerpunkt im Coaching wird jetzt der persönliche Führungsstil, seine Art
mit Konflikten umzugehen und klares Feedback zu geben ohne jeglichen
"Weichspüler" im Mittelpunkt.
In einer Zwischenauswertung gesteht der Teamleiter ein, dass er als
Teamleiter viel mehr arbeiten muss als ihm lieb ist, außerdem hätte er es
gerne alleine geschafft; aus der Sicht des Coaches werden hier neue
Koordinaten und Bewertungsgesichtspunkte in seiner internen Landkarte von
Führung und Leitung erkennbar, ein Zwischenschritt des Lernens und
Auseinandersetzens mit Führung und mit sich selbst. Sich auf diesen Weg zu
machen lohnt sich für den Teamleiter, die Mitarbeiter, den Vorgesetzten und
das wirtschaftliche Ergebnis.
Wann ist Coaching sinnvoll?
. bei der Übernahme neuer Aufgaben oder Führungspositionen
. in Übergangssituationen
. zum Klären von Konfliktsituationen
. beim bearbeiten individueller Lernfelder zur persönlichen
Weiterentwicklung
. beim umsetzen arbeitsbezogener Veränderungen.
Was bietet Coaching des Instituts für Organisationsberatung?
. hilft sortieren und schafft Klarheit
. bietet Feedback
. hilft Ressourcen und Stärken entdecken
. ermöglicht neue Sichtweisen
. fördert persönliche Entwicklung
. heißt Auseinandersetzung
. heißt Rüttelstrecke für sich selbst
. liefert konkrete Werkzeuge für Führung und Veränderung
Das I-OB bietet Coaching für Fach- und Führungskräfte an. Mit der Kompetenz
aus langjähriger Erfahrung in Veränderungs- und Qualifizierungsprozessen
unterstützen wir Sie persönlich.
Gerhard Bartsch-Backes
I-OB Instituit für Organisationsberatung
gbb@i-ob.de
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